Grand Canyon

Wahrscheinlich wirkt kaum ein anderes Naturwunder dieser Erde beeindruckender auf dessen Betrachter als der Grand Canyon. Seine immense Größe relativiert jedes bekannt geglaubte Gefühl für Dimensionen. Und der Grand Canyon offenbart ungeahnte Einblicke in tiefe Canyons und Schluchten. Schluchten, die von den kraftvollen Wassern des Colorado Rivers im Laufe von Jahrmillionen in den Fels des Colorado Plateaus geschliffen wurden. In seinen Felswänden legt der Grand Canyon Millionen Jahre geologischer Geschichte frei.

Doch mit dem Bau des Glen Canyon Damms 1963 wurde der Colorado flussabwärts einem Gros seiner Kräfte beraubt. Um dem entgegen zu wirken, werden aktuell Bemühungen zur künstlichen Grand Canyon Flutung unternommen.

Zum Schutz großer Teile dieses einzigartigen Naturwunders richtet die US-Regierung 1908 zuerst ein National Monument ein, aus dem 1919 der Grand Canyon National Park hervorging. 1979 nahm die Unesco den Grand Canyon schließlich in die elitäre Riege der Weltnaturdenkmäler auf.

Der Grand Canyon National Park setzt sich aus North Rim und South Rim zusammen, wobei die Mehrzahl der Reisenden den South Rim besucht. Der South Rim ist ganzjährig geöffnet während der North Rim von den Wetterbedingungen abhängig lediglich zwischen Mitte Mai bis Mitte Oktober zugänglich ist.

Südwestlich des National Parks grenzen die Havasupai Indian Reservation und die Hualapai Indian Reservation an den Grand Canyon National Park an. Bei der Einrichtung der Reservate galt das dafür zur Verfügung stehende Indianerland noch als wertlos. Heute erleben die Mitglieder beider Stämme dagegen die Morgendämmerung der Tourismus- und Vergnügungsindustrie.

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