Havasupai Indian Reservation

Der Stamm der Havasupai ist ein verhältnismäßig kleiner Indianerstamm. Etwa 450 der 650 Stammesmitglieder leben im abgelegenen Ort Supai in der Havasupai Indian Reservation südwestlich des Grand Canyon National Parks. Die Havasupai sprechen untereinander die gleichnamige Sprache, die seit etwa 20 Jahren auch eine Schriftform hat.

Bereits seit Jahrhunderten leben die Havasupai im Gebiet des Grand Canyons. In früheren Zeiten verbrachten sie Herbst und Winter auf dem Plateau, wo sie Hirsche, Antilopen und Bergschafe jagten. Für den Frühling und Sommer zogen die Havasupai in den Canyon, wo sie Gärten bewirtschafteten. Bei der Einrichtung der Reservation 1882 wurde dem Stamm nur die kleine Fläche von 2 km² im Havasu Canyon zugeteilt, was nur etwa 10% ihres angestammten Lebensraumes entsprach. Erst 1975 erhielten sie auch die 748 km² ihrer Jagdgründe vom US-Kongress zugesprochen.

Heutzutage bestreiten die Havasupai ihren Lebensunterhalt vorwiegend vom Tourismus. Bis vor kurzem galt die Canyonlandschaft mit ihren malerischen Wasserfällen noch als touristischer Geheimtipp. Die einzigartige Schönheit der Landschaft hat jedoch zur schnellen Verbreitung beigetragen.

Verwaltet wird die Reservation von einem siebenköpfigen Stammesrat, der regelmäßig von den Stammesmitgliedern gewählt wird. Darüber hinaus erhalten die Havasupai - wie alle anderen Stämme auch - Unterstützung vom Bureau of Indian Affairs (BIA), das auch für die Einhaltung und Durchsetzung von Gesetzen zuständig ist. In der Havasupai Indian Reservation sind der Besitz von Alkohol, Drogen und Waffen verboten.

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