Tusayan Ruin

Seit Jahrtausenden leben Menschen auf dem Colorado Plateau. Paleo-Indianer, ein nomadisches Volk von Jägern und Sammlern, die vor fünf- bis zehntausend Jahren am Grand Canyon sesshaft waren, hinterließen die ältesten Zeugnisse menschlichen Daseins. In Höhlen versteckt fand man von den darauffolgenden nomadischen Kulturen kleine Figuren aus geflochtenen Zweigen. Diese bis zu viertausend Jahre alten Figuren ähneln Tieren wie Bighornschafen und Maultierhirschen - beides Tierarten, die noch heute am Grand Canyon anzutreffen sind. Mit dem aufkommen von Ackerbau vor zweitausend Jahren entstanden kleine Ansiedlungen - Pueblos genannt. Die Tusayan Ruin ist die Ruine eines solchen Pueblos und eine von 4300 Archäologischen Stätten innerhalb des Grand Canyon National Parks. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass das Tusayan Pueblo von 1185 n. Chr. für etwa 20 Jahre belebt war.

Die Form der Gebäude ist typisch für Pueblo Kulturen. Die Kiva, ein Zeremonienraum, ist ein klassisches Merkmal der Pueblos. Bei der Tusayan Ruin stieß man auf zwei solcher Kivas. Es wird angenommen, dass die kleinere Kiva niedergebrannt und durch eine größere in der südöstlichen Ecke des Pueblos ersetzt wurde. Neben den Kivas setzt sich das Pueblo aus Getreidespeichern und Behausungen zusammen, die sich um einen zentralen Platz, den Plaza, gruppieren. Im Norden schließt das einstige Ackerland an die Gebäude an.

Heute ist die archäologische Stätte für Besucher aufgearbeitet. Kurze Wege führen durch die Tusayan Ruin und ein kleines Museum informiert über deren Geschichte und Vergangenheit. Die Tusayan Ruin befindet sich zwischen Lipan Point und Moran Point am South Rim des Grand Canyons. Auch am North Rim ist mit den Walhalla Glades eine Pueblo Ruine für Besucher aufgearbeitet und zugänglich.

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